Polariom streicht Saisonkarten – Schlittschuhläufer zahlen jetzt mehr pro Runde
Birgitta SchulzPolariom streicht Saisonkarten – Schlittschuhläufer zahlen jetzt mehr pro Runde
Eisbahn im Polariom stellt Saisonkarten ein
Die Eisbahn im Polariom bietet keine Saisonkarten mehr an. Die Änderung folgt auf neue Steuerregelungen und einen Rückgang der Nachfrage nach Langzeit-Tickets. Stammgäste wie Heinz Wichert, der seit Jahrzehnten dort Schlittschuh läuft, müssen nun für jede Einheit höhere Kosten tragen.
Heinz Wichert, 81, besuchte die Bahn jahrzehntelang dreimal pro Woche. Doch die Familientradition des Schlittschuhlaufens endete jäh, als seine Saisonkarte am Dienstag – trotz Verlängerung im vergangenen Herbst – ihre Gültigkeit verlor. An diesem Tag zahlte er sechs Euro für eine Tageskarte, ein Preis, den er für eine Stunde auf dem Eis als "überteuert" bezeichnete.
Unter dem alten System hätten Wicherts regelmäßige Besuche in der Saison etwa 260 Euro gekostet. Nun plant er, nur noch einmal pro Woche zu kommen. Der Betreiber der Eisbahn, vertreten durch Andreas Robrecht von den städtischen Werken, begründete die Entscheidung mit Steuervorschriften und geringem Interesse an Saisonkarten.
Das Unternehmen hat auch sein Preissystem vereinfacht. Statt 30 verschiedener Tarife können Kunden nun zwischen einer Wertkarte mit zehn Prozent Rabatt oder Tageskarten wählen. Laut Angaben der Verantwortlichen sind die Änderungen Teil einer umfassenden Umstrukturierung, die durch steigende Energie- und Personalkosten notwendig wurde.
Der Wegfall der Saisonkarten führt für Vielläufer zu höheren Kosten pro Besuch. Wer bisher auf Langzeit-Tickets setzte, muss nun Routine oder Budget anpassen. Das neue System der Eisbahn soll Bezahlbarkeit und wirtschaftliche Tragfähigkeit in Einklang bringen.






