18 April 2026, 04:11

Prorussische Hacker legen deutsches Beschaffungsportal mit DDoS-Angriff lahm

Ein Computerbildschirm, der eine Nachricht anzeigt, die 'Diese versteckte Website wurde beschlagnahmt' lautet, mit dem Logo der niederländischen Polizei, das ein blaues Schild mit einem weißen Stern zeigt.

Prorussische Hacker legen deutsches Beschaffungsportal mit DDoS-Angriff lahm

Eine prorussische Hackergruppe hat mit einem Cyberangriff vorübergehend das Beschaffungsportal der deutschen Bundesregierung lahmgelegt. Der Angriff erfolgte nach der Entscheidung des Landes, das ukrainische Patriot-Luftabwehrsystem zu liefern. Die Behörden haben die Website inzwischen wiederhergestellt und ermitteln nun zu dem Vorfall.

Der Angriff begann als Protest gegen die militärische Unterstützung Deutschlands für die Ukraine. Mit einer Distributed-Denial-of-Service-Attacke (DDoS) überfluteten die Hacker das Beschaffungsportal mit gefälschten Zugriffsanfragen und überlasteten so die Server. Die Plattform, die öffentliche Ausschreibungen abwickelt, war für einige Zeit nicht erreichbar, bis Techniker das Problem behoben hatten.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bestätigte den Vorfall und arbeitet mit den Betreibern des Portals zusammen. Auch das Bundesinnenministerium räumte einen "IT-Sicherheitsvorfall" ein, betonte jedoch, dass keine sensiblen Daten kompromittiert wurden. Die Störung betraf vor allem die Verfügbarkeit der Website.

Das Beschaffungsportal war nicht das einzige Ziel. Dieselbe Gruppe griff zudem eine bayerische Landesbeschaffungsplattform, die Website des Landtages von Sachsen-Anhalt sowie mehrere Polizeibehörden an. Die Angriffe stehen im Zusammenhang mit einer größeren Razzia: Bereits im Juli hatten Ermittlungsbehörden in mehreren Ländern, darunter Deutschland, eine Großaktion gegen die Hacker gestartet.

Das Beschaffungsportal ist mittlerweile wieder online, und es wurden keine dauerhaften Schäden gemeldet. Deutsche Behörden beobachten die Lage weiterhin im Rahmen ihrer umfassenden Bemühungen, Cyberbedrohungen entgegenzuwirken. Der Vorfall unterstreicht die anhaltenden Risiken für kritische digitale Infrastrukturen, die mit geopolitischen Spannungen verbunden sind.

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