30 April 2026, 12:18

Rechtsextremisten vor Schweizer Gericht: Angriff auf Journalisten in Ostdeutschland

Schwarz-weißer Titelseite einer deutschen Zeitung vom 13. November 1939 mit der Überschrift "Weitpreubliche Zeitung" und einem Foto von Menschen in traditioneller deutscher Kleidung in einer feierlichen Umgebung.

Rechtsextremisten vor Schweizer Gericht: Angriff auf Journalisten in Ostdeutschland

Zwei Rechtsextremisten, Manuel Corchia und Tobias Lingg, müssen sich bald in der Schweiz wegen mehrfacher Straftaten vor Gericht verantworten. Ihre juristischen Probleme folgen auf eine gewalttätige Auseinandersetzung in Ostdeutschland, bei der Journalisten von Extremisten angegriffen wurden. Der Vorfall wirft Fragen nach der zunehmenden Aggression gegen Medienvertreter bei rechtsextremen Versammlungen auf.

Ende Januar hatten sich etwa 30 Rechtsextremisten in Schnellroda in Ostdeutschland versammelt. Einige von ihnen trugen Masken, als sie Reporter und Fotografen des Mediennetzwerks Recherche-Nord umringten. Unter den Anwesenden befanden sich Mitglieder der Schweizer rechtsextremen Organisation Junge Tat, der österreichische Aktivist Martin Sellner sowie Vertreter der Jugendorganisation der deutschen AfD-Partei.

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Während der Veranstaltung spitzte sich die Lage schnell zu. Mitglieder der Jungen Tat wurden handgreiflich: Corchia schlug gegen das Objektiv einer Journalistin, Lingg bespritzte Fotografen mit Wasser. Schwerwiegende Verletzungen gab es zwar nicht, doch die Belästigungen verhinderten, dass die Medienvertreter ungehindert über die Versammlung berichten konnten.

Die deutsche Polizei ermittelt seitdem wegen Körperverletzung, Beleidigung und Diebstahls. Die Beteiligung von Corchia und Lingg an dem Vorfall wird nun auch die Aufmerksamkeit der Schweizer Staatsanwaltschaft auf sich ziehen, die Anklage gegen die beiden vorbereitet.

Der Prozess in der Schweiz wird sich mit dem Verhalten von Corchia und Lingg im Zusammenhang mit der Konfrontation in Schnellroda befassen. Der Fall unterstreicht die wachsenden Risiken, denen Journalisten bei der Berichterstattung über rechtsextreme Ereignisse ausgesetzt sind. Die Behörden in Deutschland und der Schweiz untersuchen weiterhin die weiteren Auswirkungen des Vorfalls.

Quelle