31 March 2026, 00:14

Regensburg diskutiert Umbenennung einer Schule nach verfolgter Lehrerin Elly Maldaque

Ein detaillierter alter Stadtplan von Weimar, Deutschland, der Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten zeigt, mit begleitendem Text über die Bevölkerung und bemerkenswerte Merkmale der Stadt.

Regensburg diskutiert Umbenennung einer Schule nach verfolgter Lehrerin Elly Maldaque

Eine Schule in Regensburg könnte bald den Namen von Elly Maldaque tragen, einer Lehrerin, die 1930 nach Verfolgung durch rechtsextreme Kräfte entlassen wurde. Die Von-der-Tann-Schule könnte zum 95. Todestag der Pädagogin umbenannt werden – nach Jahren gescheiterter Versuche, ihr Andenken zu ehren. Der Vorschlag stößt nun auf breite Unterstützung bei Lehrkräften, Eltern und Schülerinnen und Schülern.

Elly Maldaques Schicksal entwickelte sich in der Weimarer Republik zu einem großen Skandal. Nach ihrer Entlassung wurde sie von Nationalsozialisten im Auftrag der Polizei überwacht, da sie Kontakte zu kommunistischen Gruppen pflegte. Die Bayerische Volkspartei (BVP) setzte ihre Absetzung trotz öffentlicher Proteste durch und ging später ein Bündnis mit der NSDAP ein. Ihr Fall sorgte für landesweite Aufmerksamkeit: Über 90 Zeitungsartikel berichteten über die Kontroverse, und 3.000 Trauergäste nahmen an ihrer Beerdigung teil.

Später wurde Maldaque in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen und starb unter ungeklärten Umständen mit nur 36 Jahren. Das Buch Der Fall Maldaque (2013) dokumentiert, wie der autoritäre Staat ihr Leben systematisch zerstörte. Frühere Versuche, die Schule zu ihren Ehren umzubenennen, scheiterten am Widerstand der CSU, die den Vorschlag als "kommunistische Verschwörung" abtat.

Nun wird der Bildungsausschuss des Regensburger Stadtrats am 16. Oktober über den aktuellen Antrag beraten. Bei einer Zustimmung würde die Von-der-Tann-Schule Maldaques Vermächtnis fast ein Jahrhundert nach ihrem Tod endlich würdigen.

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Die Entscheidung über die Umbenennung liegt beim Bildungsausschuss des Stadtrats. Sollte der Antrag angenommen werden, wäre dies die erste offizielle Anerkennung von Maldaques Verfolgung und ihrer historischen Bedeutung. Der Schritt folgt auf Jahrzehnte der Debatte und Ablehnung – doch nun steht die Schulfamilie geschlossen hinter dem Vorhaben.

Quelle