Rentenreform 2024: Wer muss länger arbeiten – und wer darf früher gehen?
Dörthe KrauseRentenreform 2024: Wer muss länger arbeiten – und wer darf früher gehen?
Deutschlands Rentensystem steht vor tiefgreifenden Änderungen. Die Rentenkommission schlägt vor, das Renteneintrittsalter für alle Arbeitnehmer anzuheben – mit weiteren schrittweisen Erhöhungen in den kommenden Jahrzehnten.
Aktuell gehen alle Beschäftigten in Deutschland unabhängig von ihrem Beruf im gleichen Alter in Rente. Nach der geplanten Reform müssen Arbeitnehmer ohne Hochschulabschluss noch länger arbeiten. Zudem soll die Möglichkeit einer abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren abgeschafft werden.
Bundeskanzler Friedrich Merz argumentiert, dass Personen, die später ins Berufsleben einsteigen, weniger eingezahlt hätten als solche, die bereits mit 16 beginnen. Dies rechtfertige seiner Meinung nach für manche ein längeres Arbeitsleben. Akademiker, die oft höhere Einkommen erzielen und eine höhere Lebenserwartung haben, würden dagegen länger von höheren Renten profitieren.
Die Reform sieht auch vor, dass nicht alle Arbeitnehmer bis zum neuen Renteneintrittsalter durchhalten können. Bei körperlich belastenden Berufen könnte eine individuelle Gesundheitsprüfung einen vorzeitigen Ruhestand ermöglichen. Bis 2041 soll das Renteneintrittsalter auf 67,5 Jahre steigen, bis 2051 dann auf 68 Jahre.
Die geplanten Änderungen bedeuten, dass die meisten Arbeitnehmer später in Rente gehen müssen. Beschäftigte in körperlich anspruchsvollen Jobs könnten nach Gesundheitschecks früher ausscheiden. Zudem entfällt künftig die Option einer abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren.
