17 March 2026, 18:17

Siemens gibt 30 Prozent von Healthineers an Aktionäre ab – ein Milliarden-Deal mit Folgen

Gruppe von Menschen in einem Krankenhauszimmer mit einem Mann, der in ein Mikrofon spricht, einem drapierten Bett auf der linken Seite, medizinischer Ausrüstung im Hintergrund, einem Röntgenmaschinenständer, einer Texttafel, einer Tür und Deckenleuchten.

Siemens verteilt Milliardenaktien von Siemens Healthineers an Aktionäre - Siemens gibt 30 Prozent von Healthineers an Aktionäre ab – ein Milliarden-Deal mit Folgen

Siemens verteilt einen Großteil seiner Anteile an seiner Medizintechnik-Sparte Siemens Healthineers an seine Aktionäre. Die Transaktion betrifft rund 30 Prozent des Unternehmens im Wert von etwa 15 Milliarden Euro. Dies stellt eine bedeutende Veränderung dar, seit Healthineers 2018 unter der Mehrheitskontrolle von Siemens an die Börse ging.

Siemens Healthineers wurde im März 2018 mit einem Ausgabepreis von 28 Euro pro Aktie an der Börse eingeführt, was dem Unternehmen einen Marktwert von rund 25 Milliarden Euro verlieh. Bis 2020 hatte sich die Bewertung auf 50 bis 60 Milliarden Euro mehr als verdoppelt – angetrieben durch die stark gestiegene Nachfrage nach Diagnosegeräten während der COVID-19-Pandemie. Obwohl der Wert 2022 aufgrund von Marktrückgängen auf etwa 40 Milliarden Euro sank, erholte er sich wieder und erreichte bis März 2026 etwa 70 Milliarden Euro. Ausschlaggebend dafür waren starke Umsätze im Bereich Bildgebung und Testverfahren, die Übernahme von Varian zur Erweiterung des Onkologiegeschäfts sowie das Wachstum bei KI-gestützter Diagnostik.

Aktuell hält Siemens etwas mehr als zwei Drittel der Anteile an Healthineers, das von Vorstandsvorsitzendem Bernd Montag geführt wird. Das Unternehmen zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Medizintechnik. Nach dem neuen Plan wird Siemens seine Anteile direkt an die bestehenden Aktionäre verteilen, wahrscheinlich im Rahmen eines Spin-offs. Dadurch verringert sich der Siemens-Anteil auf eine bedeutende Minderheitsbeteiligung, was den Konzern von der vollen Konsolidierung der Finanzdaten von Healthineers entbindet.

Die Unternehmensführung hat den Mitarbeitern zugesichert, dass Arbeitsplätze, Standorte und Tarifverträge geschützt bleiben. Auch der Hauptsitz der Sparte verbleibt in Deutschland. Gewerkschaften wie die IG Metall und der Betriebsrat betrachten die Abspaltung zwar als herausfordernden, aber logischen Schritt und unterstützen den Übergang unter diesen Bedingungen.

Durch die Aktienverteilung gehen rund 30 Prozent von Siemens Healthineers auf Investoren über, wodurch sich das direkte finanzielle Engagement von Siemens verringert. Das Wachstum des Unternehmens – von 25 Milliarden Euro beim Börsengang auf heute etwa 70 Milliarden Euro – spiegelt seine Expansion in den Bereichen Diagnostik, Onkologie und digitale Gesundheit wider. Siemens wird eine Minderheitsbeteiligung behalten und sich gleichzeitig stärker auf sein breiteres Industrieportfolio konzentrieren.

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