Simon Ammanns letzter Kampf um den Weltcup-Kader der Schweizer Skispringer
Birgitta SchulzSimon Ammanns letzter Kampf um den Weltcup-Kader der Schweizer Skispringer
Vierfacher Olympiasieger Simon Ammann kämpft um seinen Platz im Schweizer Skisprung-Weltcup-Team
Der 43-jährige Routinier, einst eine dominierende Figur in der Szene, sieht sich mit einer ungewissen Zukunft konfrontiert. Nun muss er sich gegen jüngere Konkurrenten durchsetzen, um einen Platz im Kader zu sichern. Die Trainer werden nach einem Trainingslager in Oberstdorf diese Woche ihre endgültige Entscheidung treffen.
Ammanns Position wird vor allem durch aufstrebende Talente wie Juri Kesseli und Sandro Hauswirth bedroht. Trotz seiner immensen Erfahrung gelang dem Schweizer Ausnahmesportler in den Sommer-Weltcup-Wettkämpfen nur dreimal ein Platz unter den besten 15. Gregor Deschwanden hingegen hat sich dank konstanter Leistungen bereits einen festen Platz im Team gesichert.
Sieben Athleten konkurrieren um die vier verbleibenden Startplätze. Trainer Martin Künzle bezeichnete den Auswahlprozess als "brutal eng" und unterstrich damit die harte Konkurrenz. Die Anforderungen sind in dieser Saison besonders hoch, da die Olympischen Qualifikationsregeln verschärft wurden.
Um sich für die Winterspiele zu qualifizieren, müssen die Schweizer Springer entweder in die Weltcup-Top 15 vorrücken oder zweimal unter die besten 25 kommen. Zudem wird die Schweiz voraussichtlich nur drei Olympische Quotenplätze erhalten – eine Kürzung, die auf jüngste Regeländerungen des IOC zurückgeht.
Die endgültige Teamzusammensetzung wird nach dem dieswöchigen Trainingslager bekannt gegeben. Ammanns Schicksal und das seiner jüngeren Mitstreiter hängt nun von einer letzten Bewertung ab. Nur vier Springer werden Deschwanden im kommenden Weltcup-Winter begleiten und die Schweiz vertreten.






