"Söder und Aiwanger parodieren sich selbst" – Kabarettist Krebs gibt auf
Birgitta SchulzCabaret-Künstler über Söder: 'Fast eine Parodie von ihm selbst' - "Söder und Aiwanger parodieren sich selbst" – Kabarettist Krebs gibt auf
Bayerns Spitzenpolitiker seien immer schwerer zu parodieren, meint der Kabarettist Wolfgang Krebs. Figuren wie Ministerpräsident Markus Söder und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger ähnelten mittlerweile mehr denn je selbst gezeichneten Karikaturen.
Besonders herausfordernd sei es, Söder satirisch auf die Schippe zu nehmen, so Krebs. Scherzhaft erklärte er, er komme mit den Eigenheiten des Politikers kaum noch mit. Als Beispiele nannte er Schoko-Ostereier und Weihnachtsbaumkugeln mit Söders Konterfei – Merchandise-Artikel, die er als "Selbstparodie" bezeichnete.
Trotz der Schwierigkeiten erkannte Krebs den Humor in der bayerischen Politik an. Er lobte Söder und den früheren Ministerpräsidenten Edmund Stoiber für ihren scharfen Witz. Gleichzeitig räumte er ein, dass ihre größeren-als-lebenswirklichen Persönlichkeiten traditionelle Satire nahezu überflüssig machten.
Krebs' Aussagen spiegeln einen Wandel wider, wie Politiker mit ihrem öffentlichen Image umgehen. Da Söder und Aiwanger überzeichnete Rollenbilder kultivieren, verschwimmt die Grenze zwischen Parodie und Realität zunehmend. Die Beobachtungen des Künstlers deuten darauf hin, dass sich auch die Satire weiterentwickeln muss, um in Bayerns politischem Umfeld relevant zu bleiben.






