Studie widerlegt: Elektroautos brennen seltener als Verbrenner – doch warum traut ihnen niemand?
Dörthe KrauseStudie widerlegt: Elektroautos brennen seltener als Verbrenner – doch warum traut ihnen niemand?
Elektroautos geraten deutlich seltener in Brand als Benzin- oder Diesel-Fahrzeuge – das ergab eine aktuelle Studie. Das Allianz Zentrum für Technik (AZT) hat die Brandrisiken verschiedener Fahrzeugtypen untersucht und dabei wesentliche Unterschiede in der Sicherheit aufgedeckt. Die Ergebnisse widerlegen gängige Vorurteile, wonach batteriebetriebene Autos anfälliger für Brände seien als herkömmliche Modelle.
Für die Analyse wertete das AZT Brandvorfälle aus, die zwischen 2020 und 2024 bei der Allianz gemeldet wurden. Weniger als ein Prozent aller Brandschadensfälle betrafen rein elektrisch betriebene Fahrzeuge (BEVs). Diesel-Fahrzeuge wiesen dagegen das höchste Brandrisiko auf.
Bei Bränden von Elektroautos waren die Ursachen vielfältig: In zehn Prozent der Fälle handelte es sich um Brandstiftung, 40 Prozent gingen auf externe Brandquellen zurück, und technische Defekte verursachten 25 Prozent der Vorfälle. Auffällig war, dass die Ermittler keine Hinweise auf spontane Selbstentzündung von Batteriezellen fanden – ein Risiko, das in der öffentlichen Diskussion oft befürchtet wird.
Bei Fahrzeugen, die jünger als zwei Jahre waren, glich sich die Brandwahrscheinlichkeit von Elektroautos fast der von benzinbetriebenen Modellen an. Allerdings bergen herkömmliche Verbrennungsmotoren zusätzliche Risiken durch Kraftstoff- oder Ölleckagen – Gefahren, die bei BEVs von vornherein entfallen. Eine separate Studie des Verbandes der Automobilhersteller (VDA) unterstrich zudem, dass Elektrofahrzeuge in puncto Lebensdauer rasante Fortschritte machen.
Trotz der unterschiedlichen Brandrisiken zeigte die Schadensstatistik des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), dass Häufigkeit und Schwere von Schadensfällen bei Elektro- und Verbrennerfahrzeugen ähnlich ausfallen.
Die Untersuchung bestätigt, dass Elektroautos ein geringeres Brandrisiko aufweisen als Diesel- oder Benzinfahrzeuge. Da es keine nachgewiesenen Fälle von spontaner Batteriezellen-Entzündung gab, erweisen sich viele Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von BEVs als unbegründet. Die Daten legen nahe, dass Elektrofahrzeuge – obwohl kein Fahrzeug völlig risikofrei ist – bei der Brandgefahr und bei Schadensmeldungen mindestens gleichauf liegen, wenn nicht sogar besser abschneiden als herkömmliche Modelle.






