VDA und Union fordern Kurswechsel für die Zukunft der Autoindustrie vor der IAA 2025
Elwira SpeerVDA und Union fordern Kurswechsel für die Zukunft der Autoindustrie vor der IAA 2025
Verband der Automobilindustrie (VDA) prägt Positionspapier der Unionsfraktion zur Zukunft der deutschen Autoindustrie
Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hat maßgeblich an einem neuen Positionspapier der Unionsfraktion zur Zukunft der deutschen Automobilbranche mitgewirkt. Unter dem Titel "Positionsammlung zur IAA 2025" legt das Dokument zentrale Forderungen vor der anstehenden Fachmesse dar. Dazu zählen modernisierte Straßen, ein Ausbau der Mobilfunknetze sowie eine Neuausrichtung der Politik zu Elektrofahrzeugen.
Der VDA betrachtet seine Einbindung in politische Debatten als selbstverständlichen Teil demokratischer Entscheidungsprozesse. In dem Papier fordert der Verband zusätzliche Mittel aus den Sondervermögen, um Autobahnen und Bundesstraßen zu sanieren. Gleichzeitig warnt er, dass der Umstieg auf Elektroautos Arbeitsplätze in der Branche gefährden könnte.
Die Unionsfraktion selbst kritisiert das aktuelle Verbrenner-Aus als überzogen und schlägt stattdessen vor, die "Grenzwerte-Regelung" abzuschaffen, um die Vorgaben zu lockern. Eine weitere Forderung des VDA zielt auf den Ausbau der Strom- und Wasserstoffnetze ab, die er als unverzichtbar für die Mobilität der Zukunft bezeichnet.
Der Bundestagsabgeordnete Tilman Kuban unterstützt zwar viele Punkte des VDA, lehnt aber das Qualifizierungsprogramm der Union für Beschäftigte ab. Er argumentiert, dass bereits laufende Stellenstreichungen neue Weiterbildungsmaßnahmen unrealistisch machten. Kuban regt zudem an, den Ausbau der Energie- und Wasserstoffinfrastruktur im Papier stärker zu priorisieren.
Bei der digitalen Infrastruktur moniert der VDA die mangelhafte Mobilfunkabdeckung auf Autobahnen. Besser ausgebaute Netze seien notwendig, um vernetztes und autonomes Fahren zu ermöglichen.
Das fertige Papier vereint branchenspezifische Sorgen mit politischen Anpassungen. Während der VDA Infrastruktur, Arbeitsplatzsicherung und Energienetze in den Fokus rückt, zielen die Vorschläge der Union darauf ab, Regulierungen zu entschärfen und gleichzeitig den technologischen Wandel im Verkehrssektor vorzubereiten. Das Dokument soll nun die Diskussionen auf der IAA 2025 prägen.






