29 June 2026, 10:11

Volkswagen-Chef Blume stellt Zukunftsabkommen infrage – Wut in Salzgitter wächst

"Keine Zukunftsplanung, aber der Anfang vom Ende unserer Zukunft!"

Volkswagen-Chef Blume stellt Zukunftsabkommen infrage – Wut in Salzgitter wächst

Im Dezember 2024 einigten sich die Führung von Volkswagen, die Gewerkschaften und die Betriebsräte auf eine Zukunftsstrategie. Der Plan sah zwar Stellenabbau vor, garantierte jedoch den Erhalt aller VW-Standorte mit verlängerten Beschäftigungszusagen. Aktuelle Medienberichte deuten nun darauf hin, dass Konzernchef Oliver Blume diese Vereinbarung überdenken könnte.

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Salzgitters Oberbürgermeister Frank Klingebiel zeigte sich verärgert über die Meldungen. Er bezeichnete Blumes angebliche Bereitschaft, das Abkommen infrage zu stellen, als „nervig und empörend“. Klingebiel betonte, dass das Werk Salzgitter unbedingt Teil der Volkswagen Gruppe bleiben müsse – das sei „nicht verhandelbar“.

Der Oberbürgermeister kritisierte zudem die Idee, Standorte zu schließen und 100.000 Arbeitsplätze abzubauen. Solche Maßnahmen seien keine zukunftsweisende Strategie, argumentierte er. Lokale Vertreter, darunter der Stadtrat von Salzgitter, solidarisierten sich mit den Beschäftigten an allen VW-Standorten.

Auch Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies bezog klar Stellung. Er unterstützt die Belegschaft und lehnt alle Schritte ab, die Arbeitsplätze oder Standorte gefährden könnten. Das im Dezember 2024 geschlossene Abkommen sollte Kosteneinsparungen mit Arbeitsplatzsicherheit in Einklang bringen. Lokale und regionale Politiker wehren sich nun gegen Änderungen, die diese Zusagen aushebeln könnten. Ihre Haltung unterstreicht die Spannung zwischen unternehmerischer Strategie und der Stabilität der Belegschaft.

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