Zollfahnder durchsuchen Sicherheitsfirma wegen Fördergeld-Betrugs in Millionenhöhe
Ben NetteZollfahnder durchsuchen Sicherheitsfirma wegen Fördergeld-Betrugs in Millionenhöhe
Zollfahnder haben heute Durchsuchungen in mehreren Wohn- und Geschäftsräumen eines bundesweit tätigen Sicherheitsunternehmens eingeleitet. Im Mittelpunkt steht der Verdacht auf missbräuchliche Verwendung von staatlichen Fördermitteln der Bundesagentur für Arbeit. Schwerpunkt der Ermittlungen sind Bayern und Nordrhein-Westfalen, insbesondere die Region Würzburg sowie das Ruhrgebiet.
Die Ermittlungen leitet das Hauptzollamt Schweinfurt im Auftrag der Staatsanwaltschaft Würzburg. Den Behörden zufolge soll das Unternehmen unrechtmäßig staatliche Zuschüsse für Schulungsmaßnahmen erhalten haben. Es soll sowohl Kursgebühren als auch Fördergelder kassiert haben, ohne die Mitarbeiter für die geförderten Weiterbildungen freizustellen.
Im Rahmen der Aktion wurden umfangreiche Beweismittel sichergestellt, darunter Geschäftsunterlagen und elektronische Datenträger. Fachleute des Hauptzollamts Schweinfurt werden die Unterlagen nun gemeinsam mit Digitalforensik-Experten auswerten. Die Aufklärung der Vorwürfe dürfte sich über einen längeren Zeitraum erstrecken.
Der durch die fehlerhaften Auszahlungen entstandene Schaden wird auf einen siebenstelligen Betrag geschätzt.
Das Hauptzollamt Schweinfurt ist unter anderem für die Finanzkontrolle Schwarzarbeit zuständig und informiert auf seiner Website über seine Aufgaben. Im aktuellen Fall geht es um den Verdacht der Veruntreuung öffentlicher Mittel durch ein Sicherheitsunternehmen. Die Behörden haben bereits umfangreiches Material für die weiteren Ermittlungen gesichert.
