BMW revolutioniert Produktion mit cloudgesteuerten Robotern in Landshut
Birgitta SchulzBMW revolutioniert Produktion mit cloudgesteuerten Robotern in Landshut
BMW-Werk Landshut startet „Robot in the Cloud“ – Pionierprojekt für vollvernetzte Produktion
Das BMW Group Werk Landshut hat das Projekt „Robot in the Cloud“ gestartet – einen Meilenstein auf dem Weg zur vollständig vernetzten Fertigung. Die Initiative zielt darauf ab, ein nahtloses Netzwerk aus autonomen Transportsystemen, Logistikrobotern und mobilen Geräten zu schaffen. Es handelt sich um das erste rein cloudgesteuerte Logistiksystem der Automobilbranche.
Das mit 1,2 Millionen Euro dotierte Vorhaben wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie gefördert. Die Entwicklung dauerte zwei Jahre, bis das Projekt seinen aktuellen Stand erreichte. Der Technologiepartner Congiv richtete im Werk ein 5G-Netz ein, das eine Echtzeitkommunikation zwischen Maschinen und Anlagen ermöglicht.
Das System nutzt 5G, um Berechnungen in eine Hochleistungs-Datencloud hochzuladen. Kameras in fahrerlosen Gabelstaplern ermitteln Fahrbewegungen und lokalisieren Koordinaten mit millimetergenauer Präzision. Die autonomen Stapler stammen vom Zulieferer KS Control, während EK Robotics automatisierte Transportfahrzeuge für den Stahlblech-Transport im britischen BMW-Werk Swindon lieferte – dort werden Teile für die Mini-Produktion gefertigt.
Die technische Überwachung übernimmt die Technische Universität München. Durch die Automatisierung komplexer Abläufe und die Steuerung der Gabelstapler lassen sich Stillstandszeiten minimieren, was die Effizienz und Leistung des gesamten Logistiksystems steigert.
Das Projekt „Robot in the Cloud“ ist nun im BMW-Werk Landshut im Einsatz. Es verbindet 5G-Technologie, autonome Fahrzeuge und cloudbasierte Steuerung, um die Produktion zu optimieren. Erwartet wird, dass das System die Effizienz erhöht und Verzögerungen in logistischen Prozessen reduziert.






