20 June 2026, 16:09

Goldmarkt 2024: Steigende Bestände, sinkende Nachfrage – droht der Preiscrash?

Goldpreis könnte sinken: Analyst warnt vor Korrektur

Goldmarkt 2024: Steigende Bestände, sinkende Nachfrage – droht der Preiscrash?

Der Goldmarkt steht 2024 vor sich wandelnden Erwartungen. Die oberirdischen Bestände dürften bis Jahresende um 9 % auf 216.265 metrische Tonnen steigen. Doch Analysten warnen vor möglichen Preiseinbrüchen in den kommenden Jahren.

Hohe Goldpreise haben die Produzenten zu einer Steigerung der Förderung veranlasst, wodurch das Gesamtangebot zunimmt. Auch das Recyclinggold wird voraussichtlich ansteigen und die wachsende Verfügbarkeit weiter verstärken. Gleichzeitig schwächt sich die Nachfrage ab: Sowohl Zentralbanken als auch private Anleger zeigen wenig Interesse daran, ihre Bestände auszubauen.

Die Zahl der neu aufgelegten Goldfonds ist stark gestiegen – ein Zeichen für das anhaltende Investoreninteresse. Dennoch erkennen einige Experten Anzeichen für einen Marktgipfel, darunter ein Anstieg der Fusionen und Übernahmen im Sektor um 32 %.

Die Prognosen bleiben gespalten. Die Bank of America erwartet, dass der Preis innerhalb von zwei Jahren auf 3.500 US-Dollar pro Unze klettern könnte. Jon Mills von Morningstar hingegen rechnet mit einem Rückgang auf 1.820 US-Dollar pro Unze.

Nach den jüngsten Höchstständen könnte der Goldmarkt eine Korrektur erleben. Während das Angebot wächst, lässt die Nachfrage nach – eine Entwicklung, die die Preise unter Druck setzt. Die Analysten streiten weiterhin darüber, ob es als Nächstes zu einem steilen Anstieg oder einem deutlichen Fall kommen wird.

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