27 April 2026, 06:18

CSU-Rebell Göppel warnt: Koalitionsvertrag bremst Windkraft in Bayern aus

Liniengraph, der die Stromerzeugung aus Wind und Solar in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

CSU-Rebell Göppel warnt: Koalitionsvertrag bremst Windkraft in Bayern aus

Josef Göppel, ein langjähriger Fürsprecher für bürgergetragene erneuerbare Energien, hat scharfe Kritik an der neuen Koalitionsvereinbarung zum Ausbau der Windkraft geübt. Der CSU-Politiker, der für sein Engagement in dezentralen Energieprojekten bekannt ist, gehörte zu den nur drei Abgeordneten seiner Partei, die das jüngste Koalitionspapier abgelehnt haben.

Göppel setzt sich seit Jahren für eine stärkere Bürgerbeteiligung bei der Energiewende ein. Er hatte durchgesetzt, dass im Koalitionsvertrag eine Klausel zur öffentlichen Teilhabe an Erneuerbaren-Projekten verankert wurde. Dennoch lehnte er das endgültige Abkommen ab – mit der Warnung, es könnte den Windkraftausbau in Süddeutschland ausbremsen.

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Seine Haltung spiegelt eine grundsätzliche Spannung innerhalb der Koalition wider. Die Grünen, eigentlich natürliche Verbündete in Sachen Erneuerbare, stießen während der Verhandlungen auf Widerstand der CSU. Gleichzeitig halten CDU und CSU an ihrer traditionellen Arbeitsteilung fest: Die CDU agiert bundesweit – mit Ausnahme Bayerns, wo die CSU das alleinige Sagen hat.

Trotz dieser Gräben betont der Energieexperte Craig Morris, dass beide Unionsparteien über kompetente Fürsprecher für Erneuerbare verfügen. Göppels Kritik macht jedoch deutlich, dass Zweifel bleiben, ob die Koalition ihre grünen Versprechen einlösen wird.

Göppels Ablehnung des Koalitionsvertrags unterstreicht die Herausforderungen, die auf die Windenergie in Süddeutschland zukommen. Seine Forderung nach Bürgerbeteiligung bleibt ein zentrales Anliegen – selbst wenn das Abkommen nun umgesetzt wird. Die Entwicklung wird zeigen, ob es der Koalition gelingt, regionale Interessen mit den nationalen Klimazielen in Einklang zu bringen.

Quelle