30 April 2026, 14:22

FDA warnt Novo Nordisk wegen irreführender Ozempic-Werbung

Schwarze und weiße Plakatwerbung für das Lister-Institut für Präventivmedizin mit Text.

FDA warnt Novo Nordisk wegen irreführender Ozempic-Werbung

Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat dem Pharmakonzern Novo Nordisk eine offizielle Warnung wegen einer jüngsten Werbung für Ozempic ausgestellt. Die Behörde wirft dem Unternehmen vor, Verbraucher über die Vorteile des Medikaments in die Irre zu führen und gleichzeitig schwerwiegende Risiken herunterzuspielen. Es ist bereits die zweite Rüge für den Hersteller innerhalb eines Monats.

Im Fokus der FDA-Kritik steht der Werbespot There's Only One Ozempic, der laut Behörde fälschlicherweise den Eindruck erweckt, das Präparat sei seinen Konkurrenten überlegen. Die Aufsichtsbehörde hält die Behauptung, Ozempic verfüge über die meisten FDA-zugelassenen Anwendungsgebiete unter den Diabetes-Medikamenten, für irreführend. Zudem wird dem Spot vorgeworfen, die medizinischen Komplexitäten von Semaglutid – dem Wirkstoff des Arzneimittels – zu stark zu vereinfachen.

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Ein weiteres zentrales Problem ist die Platzierung der Sicherheitshinweise im Werbespot. Die FDA bemängelt, dass diese so dargestellt werden, dass die Schwere möglicher Risiken verharmlost werde. Die als Untitled Letter klassifizierte Warnung dient als offizielle Vorstufe zu einer strengeren Warning Letter.

Novo Nordisk hat nun 15 Werktage Zeit, um auf die Vorwürfe zu reagieren. Eine Unternehmenssprecherin, Liz Skrbkova, bestätigte den Erhalt der Warnung und erklärte, man bereite eine Stellungnahme vor. Die Maßnahme der FDA reiht sich ein in eine breiter angelegte Offensive gegen aggressive Pharmamarketing-Praktiken unter Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr., der eine verschärfte Durchsetzung der Werberichtlinien vorantreibt.

Die jüngste Warnung der FDA erhöht den Druck auf Novo Nordisk, seine Marketingstrategien anzupassen. Sollte das Unternehmen die Bedenken nicht innerhalb der gesetzten Frist ausräumen, könnten weitere regulatorische Schritte folgen. Der Fall unterstreicht zudem die strengere Haltung der Behörde gegenüber Arzneimittelwerbung unter der aktuellen Führung.

Quelle