20 June 2026, 14:08

Gefälschte Impfpässe: Dreieinhalb Jahre Haft für Kasseler Kneipen-Betrüger

Geheimes Name Biobratwurst

Gefälschte Impfpässe: Dreieinhalb Jahre Haft für Kasseler Kneipen-Betrüger

Zwei Angeklagte sind jeweils zu etwa dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden, weil sie gefälschte COVID-19-Impfpässe verkauft haben. Ihr Betrieb lief über eine nostalgische Kneipe im ostdeutschen Stil in Kassel, die zugleich als lokaler Treffpunkt diente. Mit der illegalen Machenschaft erzielten sie einen berechneten Gewinn von 285.400 Euro.

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Zwischen August und Dezember 2021 beschafften sich die beiden 8.000 leere Impfheftchen und verwandelten sie in gefälschte Impfnachweise. Mindestens 6.000 davon verkauften sie – meist für je 50 Euro. Später stellte das Gericht fest, dass nur etwa 3.200 Käufer die Fälschung durch das Eintragen ihrer persönlichen Daten vollendeten.

Ihre Fälscherwerkstatt betrieben sie im Keller der Kneipe. Bei Polizeidurchsuchungen wurden fast tausend unbenutzte gelbe Impfhefte, zwölf gestohlene Stempel von Impfzentren sowie Chargenaufkleber für COVID-19-Impfstoffe sichergestellt. Um ihre Aktivitäten zu tarnen, nutzten sie Decknamen wie „Kasseler Braten“, „Stadtfleisch“ und „Landfleisch“ für verschiedene Arten gefälschter Pässe.

Beide gestanden die Tat, behaupteten jedoch, sie hätten nicht gewusst, dass es sich um eine Straftat handle. Das Gericht verurteilte sie als Gehilfen der Urkundenfälschung sowie wegen Steuerhinterziehung, da sie ihre illegalen Einnahmen weder in der Gewerbe- noch in der Einkommensteuer deklariert hatten.

Die Angeklagten erhielten Haftstrafen und wurden in mehreren Anklagepunkten für schuldig befunden. Ihr Betrieb umfasste die großangelegte Herstellung und den Verkauf gefälschter Dokumente. Die Behörden bestätigten das Ausmaß des Betrugs anhand sichergestellter Beweismittel und finanzieller Unterlagen.

Quelle