"Opferpopp 2.0": Eine immersive Installation sucht vergessene Darsteller:innen von einst

Birgitta Schulz
Birgitta Schulz
2 Min.
Das 20. Jahrhundert Theater in Detroit, Michigan, ein Gebäude mit Glaswänden und Namensschildern, umgeben von Bäumen und Strommasten mit Drähten, unter einem bewölkten Himmel.Birgitta Schulz

"Opferpopp 2.0": Eine immersive Installation sucht vergessene Darsteller:innen von einst

"Opferpopp 2.0 – Ein Requiem": Eine immersive Theaterinstallation über vergessene Darsteller:innen

Im März 2026 eröffnet mit "Opferpopp 2.0 – Ein Requiem" eine neue immersive Theaterinstallation im Rahmen der Reihe "ERINNERN IST HEIMAT". Das Projekt kehrt zu den Lebensgeschichten junger Darsteller:innen des ursprünglichen Stücks "Opferpopp" aus dem Jahr 2007 zurück, das sich mit Themen wie Gewalt und Vernachlässigung durch Laienschauspieler:innen auseinandersetzte. Diesmal suchen die Macher:innen nach Spuren der damaligen Darsteller:innen – und gedenken einer Person, die seitdem verstorben ist.

Die Installation wird vom 5. bis 22. März 2026 an zwölf Abenden im nt-Schaufenster des Thalia Theaters Halle zu erleben sein. Jeder Abend widmet sich einem anderen Thema und hinterfragt Klischees über sogenannte "Problemkinder" sowie die langfristigen Folgen von Trauma. Das Publikum kann sich frei in dem umgestalteten Raum bewegen, dem "Klubhaus Kluth", das Ausstellung, Club und Bühnenfläche verbindet.

Besucher:innen erwarten Live-Musik, Tanzperformances, Aufführungen und ein digitales Archiv. Zudem gibt es die Möglichkeit, mit den Künstler:innen ins Gespräch zu kommen. Regie führt Mirko Borscht, unterstützt vom Videokünstler Hannes Hesse. Ihre zentrale Frage lautet: "Was wurde aus ihnen?" Die beiden verfolgen die Lebenswege der ursprünglichen Darsteller:innen, von denen viele seitdem aus der Öffentlichkeit verschwunden sind.

Die Produktion versteht sich als "Denkmal für die Ausgelöschten" und untersucht verlorene Biografien, Brüche und unheilbare Wunden. Gewidmet ist sie Alexander Kluth, einem Mitglied des ursprünglichen "Opferpopp"-Ensembles, der im vergangenen Jahr starb. Während über das aktuelle Leben der anderenDarsteller:innen* wenig bekannt ist, lädt das Projekt Jugendliche ab 14 Jahren ein, sich einzubringen – und schafft so einen Ort für Erinnerung, Feier, Schmerz und Hoffnung.

Ziel der Installation ist es, einen nachhaltigen Raum der Reflexion und Verbindung zu schaffen. Durch die erneute Auseinandersetzung mit den Geschichten der ersten Besetzung ehrt die Produktion ihre Erfahrungen und stellt gesellschaftliche Wahrnehmungen infrage. Tickets und weitere Informationen werden rechtzeitig vor der Eröffnung bekannt gegeben.

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