Revolutionäres Bohren: Wie ein Münchner Start-up Geothermie mit Elektroimpulsen erschließt
Revolutionäres Bohren: Wie ein Münchner Start-up Geothermie mit Elektroimpulsen erschließt
Tief unter der Erde birgt extreme Hitze eine gewaltige, aber noch ungenutzte Quelle sauberer Energie. Die Herausforderung bestand bisher darin, sie zu erschließen – herkömmliche Bohrköpfe nutzen sich in großen Tiefen zu schnell ab. Nun testet das Münchner Start-up Telura einen neuen Ansatz: Statt mechanischer Kraft setzt es hochspannungsbasierte elektrische Impulse ein, um Gestein zu zerbrechen.
Auch andere europäische Unternehmen arbeiten unter Hochdruck an alternativen Bohrmethoden – von Plasmastößen bis hin zu Lasern. Denn die Nachfrage nach zuverlässiger, klimaneutraler Energie steigt, insbesondere durch den immensen Strombedarf von KI-Rechenzentren.
Telura wurde 2025 von CEO Philipp Engelkamp und CTO Andrew Welling gegründet, beide mit Erfahrung in hochtechnologischen Energielösungen. Ihr Verfahren, das sogenannte elektroimpulsbasierte Bohren, vermeidet direkten Kontakt mit dem Gestein. Stattdessen zersplittert es tiefe Formationen durch kontrollierte elektrische Entladungen – das reduziert den Verschleiß und könnte die Effizienz in extremen Tiefen steigern.
Der Fokus des Start-ups liegt zunächst auf superheißen Gesteins-Geothermie-Systemen, in denen Temperaturen über 374°C herrschen. Anders als klassische Geothermie-Kraftwerke, die auf natürliche unterirdische Wasserreservoirs angewiesen sind, nutzt Telura ein geschlossenes Kreislaufsystem: Eine Arbeitsflüssigkeit zirkuliert durch künstlich aufgebrochenes heißes Gestein. Damit ließe sich selbst in Regionen Energie gewinnen, die bisher als ungeeignet für Geothermie galten.
Um das Risiko bei der Markteinführung zu senken, will das Unternehmen seine Technologie in bestehende Bohranlagen integrieren, statt völlig neue Infrastruktur aufzubauen. Im Herbst 2025 sicherte sich Telura 4 Millionen Euro an Pre-Seed-Finanzierung von europäischen Deep-Tech-Investoren und Business Angels. Die deutsche Bundesagentur für Sprunginnovationen, SPRIND, fördert nun Feldtests, um die Methode unter realen Bedingungen zu erproben.
Telura ist nicht das einzige Unternehmen in diesem Wettlauf. Bis März 2026 arbeiteten etwa fünf bis sieben europäische Firmen – darunter Eavor, GreenFire Energy und Fervo Energy – an ähnlichen nicht-mechanischen Technologien. Plasmastöße, Laserbohrungen und andere Hochenergie-Verfahren werden als Alternative zu herkömmlichen Drehbohrern getestet. Selbst das US-Unternehmen TerraPower, bekannt für Kerninnovationen, engagiert sich in britischen Geothermie-Bohrprojekten.
Gelingt der Durchbruch, könnte Teluras Elektroimpuls-System superheiße Gesteins-Geothermie zur praxistauglichen Realität machen. Da die Technologie ohne mechanischen Verschleiß auskommt, ließe sich die Lebensdauer von Bohranlagen verlängern und die Kosten in extremen Tiefen senken. Angesichts des wachsenden Bedarfs an grundlastfähiger, CO₂-freier Energie für Rechenzentren und Industrie könnte die Zukunft der Geothermie in Europa maßgeblich von solchen Bohrinnovationen abhängen.
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